MOVEMENT – Der nächste Fitnesstrend oder eine Lebensphilosophie?

Movement heißt Bewegung – das weiß wohl jeder. Und dass Bewegung wichtig für den Körper ist, wissen wir auch. Wovor viele von uns allerdings die Augen verschließen: wir haben verlernt, uns auf natürliche Art und Weise zu bewegen. Wir fahren mit dem Auto zur Arbeit, sitzen den gesamten Tag am Schreibtisch, warten sitzend auf Bus oder Bahn und liegen abends auf dem Sofa vorm TV. Doch dafür ist unser Körper nicht gemacht. Er ist geschaffen zum Klettern, Laufen, Kriechen und Springen.

Entdecke deinen Körper neu

Genau hier setzt das Movement-Konzept an: Es geht darum, zu natürlichen Bewegungsmustern zurück zu finden und das Bewegungspotenzial, was der menschliche Körper bietet, voll auszuschöpfen. Wie genau das aussehen kann, fand ich in einer Trainingssession mit dem Gründer von START TO MOVE Egidijus Kel heraus. Egi ist Personal Trainer und lebt die Movement-Philosophie. Er zeigt uns diverse Übungen, die Mobility fördern genauso wie Beweglichkeit, Koordination und Kraft. Er sieht dabei aus wie eine Eidechse, die an der Wand entlang flitzt – an seiner Beweglichkeit habe ich keine Zweifel.

Ziemlich schnell wurde mir klar: es geht nicht darum, im Training stumpfe Übungen zu machen und wieder nach Hause zu gehen. Vielmehr geht es darum, den Körper wahrzunehmen; herauszufinden, zu welchen Bewegungen er fähig ist und neue Bewegungen außerhalb seiner Komfortzone zu testen. Denn genau das haben wir verlernt. In unserer westlichen Gesellschaft haben wir unsere Bewegung auf ein Minimum reduziert. Doch einmal die Woche ins Fitnessstudio gehen reicht nicht aus, um diesen Bewegungsmangel zu kompensieren. Unser Körper braucht viel mehr als nur stumpfes Pumpen oder Laufen auf dem Laufband. Jeder von uns braucht ein ausgleichendes Beweglichkeitsprogramm.

Erwecke das Kind in dir

Der Movement-Ansatz stellt sich dieser Herausforderung und versucht in teilweise spielerischem Kontext, die allgemeine Beweglichkeit zu fördern. Im Kindesalter haben wir uns ohne Einschränkung bewegt, konnten nicht stillstehen, sind auf Bäume geklettert und wollten alles erkunden. Diesen natürlichen Zugang zu Bewegung versucht Movement wiederzufinden durch hüpfen, springen, kriechen, hocken, hängen oder Übungen mit Bällen. Auf spielerische Art und Weise ist unser Unterbewusstsein empfänglicher für neue Bewegungen und wir lernen schneller. „Im Training war auch Kickboxen enthalten“, sagte Egi. Das habe ich gar nicht bemerkt. Spielend werden Elemente aus Yoga, Functional Training, Capoeira, Martial Arts, Turnen und Tanzen kombiniert. Im Vordergrund steht dabei immer die Gruppe. Bei der Interaktion mit Anderen lernen wir zu reagieren, uns auf andere Bewegungen einzustellen und unsere Bewegungsmuster zu verändern. Natürliche Reflexe werden wieder gefördert genauso wie Balance und Rhythmusgefühl.

Tauche ein in eine neue Trainingswelt

Was mir das Training auf jeden Fall gezeigt hat: Bewegung soll Spaß machen. Und das ist beim Movement definitiv gegeben, man muss sich nur drauf einlassen. Movement kann eine gute Ergänzung zu konventionellem Training sein, es verbessert die Leistungsfähigkeit in anderen Disziplinen, macht dich agiler und fitter. Meine Neugier ist geweckt. Ich bleibe dabei, werde tiefer in die Movement Culture eintauchen und berichten. In diesem Sinne: Keep on moving.

Neugierig geworden? Dann komme zum MOVEMENT-Workshop am 23. März in Hamburg.

 

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